Donnerstag, 31. Mai 2012

Berlin - arm aber sexy?

Berlin verändert sich – das ist kein Geheimnis mehr.

Um die Jahrtausendwende war Berlin arm aber sexy. Die Stadt war dreckig, bunt, schäbig, voller Grafitti, voller Punks, Hunden, Provisorien und alternativen Lebensstilen. Jetzt ist Berlin immer noch arm und wird jeden Tag ärmer - an Kulturnischen. Die kleinen Kinos und Theater schliessen reihenweise. Dafür gibt’s an jeder Ecke Bubble Tea und Dinnershows.

Als Berlinerin merkt man die Veränderungen nicht immer sofort. Da hilft dieses Lied von Di Grine Kuzine und man weiss wieder, dass es auch mal einen Prenzlauer Berg gab, den man nicht problemlos nach Hessen verfrachten könnte. Berlin hat seine schroffe Sexiness gegen eine glatte, saubere Oberflächlichkeit eingetauscht. Schade eigentlich.

Mittwoch, 30. Mai 2012

Es lebe die Spießigkeit

Schrebergärten sind der Inbegriff von Spießigkeit. Der Gartenzwerg war lange Zeit ihr Symbol. Gestern habe ich den Tod des Zwergs ausgerufen. Doch keine Angst. Er hat würdige Nachfolger bekommen. In den Gärten wimmelt es von Keramikgetier. Hier ein Frosch und dort ein Maulwurf. Darf es ein Reh sein oder doch lieber ein Nilpferd? Der neueste Schrei sind farblose neubiedermeierliche Nymphen, Kobolde und Liebespaare. Es lebe die Spießigkeit!









Bei der Frage nach der würdigen Nachfolge des Gartenzwerg fällt meine Wahl auf diesen verschmitzten kleinen Kerl.

Dienstag, 29. Mai 2012

Der Gartenzwerg. Ein Nachruf

Der Gartenzwerg liegt im sterben. Jahrzehntelang schmückte er jeden Schrebergarten. Jetzt kümmert er vor sich hin. Ein paar alte Zwerge gibt es noch. Liebevoll werden sie Jahr für Jahr neu lackiert. Andere verblassen gnadenlos in der Sonne. Komm mit und bestaune die Letzten ihrer Art.









Noch mehr Bilder gibt es bei Frau Pimpinella und bei Tina.